Robin Ostner.
7 Minuten Lesezeit

Die 5 häufigsten Webdesign-Fehler kleiner Unternehmen und wie du sie vermeidest

Letztes Update am 23. März 2025

Deine Webseite ist deine Visitenkarte – aber sieht sie auch so aus?

Stell dir vor, du gehst an einem Laden vorbei. Das Schaufenster ist verstaubt, die Schilder mit Edding auf Pappkartons gekritzelt und irgendwie wird nicht klar, was hier überhaupt verkauft wird. Würdest du reingehen oder gar etwas kaufen? Wahrscheinlich nicht. Genau so geht es Besuchern auf einer schlecht gestalteten Webseite.

Kleine Unternehmen machen bei ihrer Webseite oft die gleichen Fehler, wenn sie selbst Hand anlegen. Verständlich, denn nicht jeder ist Webdesigner. Die gute Nachricht: Einige dieser Probleme lassen sich mit ein paar simplen Designtipps vermeiden. Klar, damit kommt man nicht auf das Niveau einer professionellen Webagentur, aber es reicht zumindest, um einen soliden Eindruck zu hinterlassen.

Hier sind fünf der häufigsten Webdesign-Fails – und wie du sie vermeiden kannst!

1. Deine Webseite lädt zu langsam – und keiner wartet auf sie

Hand aufs Herz: Wann hast du das letzte Mal geduldig gewartet, wenn eine Webseite mal etwas länger geladen hat? Wahrscheinlich nie. Tatsächlich springen über 50 % der Nutzer ab, wenn eine Seite länger als 3 Sekunden lädt – und Google straft langsame Seiten ebenfalls durch schlechtere Ergebnisse ab.

Doch woran liegt’s? In vielen Fällen sind es unoptimierte Bilder, schlechtes Hosting, fehlende Caching-Mechanismen oder auch einfach die Bauweise der Webseite. Aber keine Sorge – es gibt ein paar einfache Stellschrauben, mit denen du deine Seite deutlich schneller machen kannst.

Tipps für schnellere Ladezeiten:

Bilder optimieren: Nutze Tools wie TinyPNG oder Squoosh, um Bilder zu komprimieren, ohne sichtbare Qualitätsverluste. Setze zudem auf moderne Bildformate wie WebP oder AVIF, die deutlich kleiner sind als JPG und PNG.

Caching & CDN nutzen: Durch Caching werden oft genutzte Inhalte zwischengespeichert, sodass sie nicht bei jedem Besuch neu geladen werden müssen. Ein Content Delivery Network (CDN) wie Cloudflare kann zusätzlich für schnellere Ladezeiten sorgen, indem Inhalte weltweit verteilt werden.

Gutes Hosting wählen: Billighosting mag verlockend sein, aber langsame Server kosten dich Besucher und Umsatz.

Neben diesen Optimierungen kann auch richtig viel Geschwindigkeit schon allein durch die Art, wie eine Webseite gebaut ist, verloren gehen. Eine individuell entwickelte Webseite kann überflüssigen Code vermeiden, was sie wesentlich schlanker und schneller macht. Außerdem sorgen moderne Frontend-Frameworks wie Next.js mit SSG (Static Site Generation) oder ISR (Incremental Static Regeneration) dafür, dass Inhalte blitzschnell geladen werden – und das mit cleveren Caching-Strategien.

👉 Falls du wissen willst, warum sich das wirklich lohnt, erfährst du in meinem Artikel warum dich deine langsame Webseite Geld kostet – und wie du das ändern kannst.

2. Kein klarer Call-to-Action – und dann?

Angenommen, ein potenzieller Kunde landet auf deiner Webseite. Er findet dein Angebot interessant, scrollt ein bisschen herum – und dann? Wenn du ihm nicht zeigst, was er als Nächstes tun soll, ist er schneller weg, als du „Verlorene Conversion“ sagen kannst.

Ein Call-to-Action (CTA) ist genau das: eine klare Handlungsaufforderung. Willst du, dass Besucher dich kontaktieren? Dann schreib es hin! Soll jemand dein Produkt kaufen oder einen Termin buchen? Mach den Button unübersehbar!

Was du besser machen kannst:

Klares Ziel der Seite: Überlege dir, was genau du eigentlich von deinem Kunden möchtest. Was soll er als nächstes machen? Wenn du es schon nicht weißt, wird dein Kunde ganz bestimmt nicht von alleine darauf kommen.
Eindeutige CTAs platzieren: „Jetzt Termin vereinbaren“ funktioniert besser als „Kontakt“. „Jetzt kostenlos testen“ ist klarer als „Mehr Infos“.

CTAs sichtbar gestalten: Der Button sollte sich vom Rest der Seite abheben – am besten mit einer auffälligen Farbe, die sich vom Hintergrund absetzt. Hier sollte jedoch darauf geachtet werden, dass der CTA noch zum restlichen Design der Webseite passt.

Nicht zu viele Optionen geben: Wenn jemand zwischen zehn Buttons wählen muss, entscheidet er sich oft für keinen. Fokussiere dich auf ein bis maximal zwei zentrale Aktionen pro Seite, damit du Kunden nicht an die Entscheidungsparalyse verlierst.

Profi-Tipp für mehr Conversions

Wer richtig optimieren will, kann mit sogenannten A/B-Tests verschiedene CTAs ausprobieren und herausfinden, welche am besten funktionieren. Auch Micro-Animationen oder psychologische Trigger („Nur noch 3 Plätze verfügbar!“) können die Klickrate verbessern, doch wie so oft gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift.

3. Keine mobile Optimierung – wenn deine Webseite auf dem Smartphone versagt

Schon mal eine Webseite auf dem Handy geöffnet und festgestellt, dass du horizontal scrollen musst, Texte winzig klein sind oder Buttons kaum klickbar? Willkommen in der Mobile-Hölle!

Über 60 % des Web-Traffics kommt heute von mobilen Geräten – und trotzdem sehen viele Webseiten auf dem Smartphone aus wie ein schlechter Zoom der Desktop-Version. Das schreckt Besucher ab und kostet dich potenzielle Kunden.

So machst du es besser:

Responsives Design nutzen: Deine Webseite sollte sich automatisch an verschiedene Bildschirmgrößen anpassen. Moderne Page-Builder und CMS wie Webflow bieten dafür viele gute Lösungen. Für volle Kontrolle führt der Weg aber an einer maßgeschneiderten Webseite nicht vorbei.

Text und Buttons mobilfreundlich gestalten: Schriftgrößen müssen auf dem Handy gut lesbar sein (mindestens 16px), Buttons sollten groß genug sein, um sie mit dem Finger problemlos zu treffen.

Bilder und Medien für mobile Geräte optimieren: Große, unkomprimierte Bilder verlangsamen deine Webseite – und das besonders auf mobilen Netzwerken. Setze auf komprimierte, moderne Formate, wie zum Beispiel WebP, und lade nur die Bildgrößen, die wirklich benötigt werden.

Unnötige Elemente ausblenden: Manche Inhalte, die auf dem Desktop sinnvoll sind, machen mobil keinen Sinn (z. B. riesige Bilder oder komplexe Animationen). Weniger ist oft mehr. Achte aber dabei darauf, dass du ausschließlich unwichtige Elemente ausblendest, die den eigentlichen Inhalt der Seite nicht verändern.

Seite auf echten Geräten testen: Ein responsives Design im Browser-Simulator ist das eine – aber öffne deine Webseite auch auf einem echten Smartphone und teste, ob alles funktioniert.

Eine schlechte mobile Erfahrung bedeutet nicht nur frustrierte Nutzer, sondern auch schlechtere Rankings bei Google. Wer eine wirklich performante mobile Webseite will, setzt auf maßgeschneidertes Webdesign – z. B. spezielle Mobile-First-Designs oder moderne Frameworks wie Next.js oder Astro, die besonders effiziente mobile Ladezeiten ermöglichen.

4. Dein Design ist chaotisch und unübersichtlich

Kennst du das Gefühl, auf einer Webseite zu landen und nicht zu wissen, wo du klicken sollst? Das Menü hat 15 Punkte, überall blinken Buttons in verschiedenen Farben und irgendwie wirkt alles unruhig. Das ist das Ergebnis von schlechtem Webdesign.

Eine gute Webseite führt den Besucher – sie erschlägt ihn nicht. Klare Strukturen, eine intuitive Navigation und ein harmonisches Design sorgen dafür, dass Nutzer sich wohlfühlen und schnell finden, was sie suchen.

Typische Fehler, die du vermeiden solltest:

Zu viele Farben & Schriftarten: Ein wilder Mix aus Schriften und Farben macht eine Webseite unprofessionell. Halte dich an maximal 2-3 Farben und höchstens zwei Schriftarten, die gut zusammenpassen. Gerade für Laien ist es meist einfacher, eindrucksvolle Ergebnisse zu erreichen, wenn sie sich auf eine einzige Akzentfarbe beschränken und die restliche Seite in Schwarz und Weiß gestalten.

Überladene Layouts: Wenn alles gleich wichtig aussieht, ist nichts wirklich wichtig. Nutze Abstände (auch Weißraum genannt), um Inhalte aufzulockern und eine klare visuelle Hierarchie zu schaffen.

Komplizierte Navigation: Ein Menü mit 20 Punkten überfordert Nutzer. Beschränke dich auf die wichtigsten Seiten und nutze klare, verständliche Bezeichnungen. Niemand klickt auf „Unsere Dienstleistungen 2.0 – Mehr erfahren“.

Versteckte wichtige Seiten: Kontaktformular oder Preise sind nur über Umwege zu erreichen? Mach es deinen Besuchern leicht – packe die wichtigsten Seiten ins Hauptmenü oder platziere sie gut sichtbar.

Fehlende Konsistenz: Jede Unterseite sieht anders aus? Einheitliches Design schafft Vertrauen. Achte darauf, dass Buttons, Abstände und Schriftgrößen durchgehend stimmig sind.

Das Rad neu erfinden wollen: Klar, Kreativität ist super – aber wenn ein Nutzer nicht versteht, wie deine Webseite funktioniert, hast du ein Problem. Halte dich an etablierte Design-Muster, die sich bewährt haben. Hole dir Inspiration von anderen professionellen Webseiten und nutze sie als Vorlage.

Ein aufgeräumtes, ansprechendes Design sorgt nicht nur für eine bessere Nutzererfahrung, sondern stärkt auch deine Marke. Professionelle Webdesigner achten auf durchdachte UX-Optimierung, Branding-Konsistenz und visuelle Führung, damit sich Besucher nicht verirren, sondern gezielt zum Ziel geführt werden.

5. Deine Texte sind schwer zu lesen

Deine Webseite kann noch so schick aussehen – wenn niemand deine Texte versteht oder Lust hat, sie zu lesen, verlierst du potenzielle Kunden. Endlose Textwüsten, komplizierte Fachbegriffe und verschachtelte Sätze sorgen dafür, dass Besucher schnell wieder abspringen.

Eine gute Webseite spricht die Sprache der Zielgruppe – klar, verständlich und auf den Punkt.

Worauf du achten kannst:

Kurze Sätze, einfache Sprache: Lange, verschachtelte Sätze machen das Lesen anstrengend. Schreib, wie du sprichst – direkt und verständlich.

Absätze & Struktur nutzen: Ein riesiger Textblock ohne Absätze wirkt abschreckend. Nutze Absätze, Zwischenüberschriften und Bullet Points, um den Text aufzulockern.

Gute Lesbarkeit sicherstellen: Hellgraue Schrift auf weißem Hintergrund? Bitte nicht! Achte auf starke Kontraste und eine gut lesbare Schriftgröße (mindestens 16px).

Keine Fachbegriffe ohne Erklärung: Falls du branchenspezifische Begriffe verwenden musst, erklär sie kurz oder finde eine einfachere Alternative.

Profi-Tipp: Storytelling & SEO

Menschen lieben gute Geschichten – und genau das kannst du nutzen, um deine Kunden von dir und deinem Produkt zu überzeugen. Storytelling weckt Emotionen und sorgt dafür, dass Besucher sich mit deiner Marke verbinden.

Außerdem lohnt es sich, deine Texte für Suchmaschinen zu optimieren (SEO), damit deine Webseite in Google & Co. besser gefunden wird. Professionelle Copywriter wissen genau, wie sie Inhalte formulieren müssen, um Leser zu fesseln – und Google gleich mit.

Fazit: Deine Webseite als Chance oder Hindernis?

Eine gute Webseite muss nicht kompliziert sein – aber sie sollte die Basics richtig machen. Achte darauf, dass sie schnell lädt, mobil optimiert ist, ein klares Design hat, gute CTAs bietet und leicht lesbare Texte verwendet.

Viele dieser Fehler lassen sich mit ein paar einfachen Anpassungen vermeiden. Doch wenn du wirklich das Maximum herausholen willst – sei es in Sachen Performance, Branding oder Conversion-Optimierung – dann lohnt sich die Investition in Unterstützung durch eine professionelle Webagentur.

Denn am Ende entscheidet deine Webseite darüber, ob Besucher bleiben – oder weiterklicken.

Geschrieben vonRobin OstnerWebdesigner & Entwickler
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